Bio-Heu-Region
Trumer Seenland –
zukunftsweisend !
Obstbaumaktion
Bio-Heu-Region
Biobauern setzen ein Zeichen für mehr Artenvielfalt
An einer blühenden Bio-Heu-Region 2012 wird bereits fleißig gearbeitet. Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes werden in einer Obstbaumpflanzaktion von BIO AUSTRIA Oberösterreich, alte Obstsorten und Wildsträucher mit dazugehörige Beratung angeboten. Mit Erhaltung und Neupflanzung der Streuobstgärten und Hecken wird nicht nur der Vielfalt in der Landschaft, sondern auch am landwirtschaftlichen Betrieb Rechnung getragen. Zahlreiche Insekten und Vögelarten aber auch Säugetiere sind auf die Erhaltung dieser Landschaftselemente angewiesen. Viel wurde auch in die Weiterbildung im Naturschutz investiert. So gab es beispielsweise ein Heckenseminar veranstaltet von BIO AUSTRIA Salzburg beim Biobauernmarkt Aglassing in St. Georgen bei Oberdorf, in dem die Pflege und Neuanlage, aber auch deren Nutzung für die Gesundheit von Tier und Mensch Thema waren. Insgesamt 1500 Sträucher aus regionaler Gehölzvermehrung wurden daraufhin kürzlich von Bio-Bauern gepflanzt. Da die Bio-Heu-Region aber für die Entwicklung der gesamten Region Impulse setzen will, hatte Obmann Franz Keil auch einen Vortrag mit Holger Loritz vom deutschen Netzwerk blühende Landschaft organisiert. Dieser schilderte sehr anschaulich die vielen unausgeschöpften Möglichkeiten auf kommunalen Flächen und in Hausgärten etwas für die die Artenvielfalt fördernde blühende Bio-Heu-Region zu tun.
Rückfragen: Obmann Franz Keil 0 664 / 813 26 52
Waltraud Müller BIO AUSTRIA OÖ
Naturschutzberatung Tel. 0676/842214-365
Bio-Genussroas in der
Bio-Heuregion
Im Rahmen der kulturellen Sonderprojekte wurde nun ein Folder zur Bio-Genussroas durch die Bio-Heuregion gemacht. Jeder Wochentag wird unter ein bestimmtes Motto gestellt: Montag ist Kräutertag, Dienstag ist Käsereitag, Mittwoch ist Gemüsetag, Donnerstag ist Brot und Korn-Tag, Freitag der Hofladentag, Samstag ist Markttag, und der Sonntag wird zum Bio Erleben genutzt. Für jeden dieser Tage werden mehrere Angebote aus der Bio-Heuregion angeführt.
Damit können Wanderer, Radler, und alle, die in der Bio-Heuregion Trumer Seenland, Mattigtal, Monseeland leben, oder diese besuchen aus einer Vielzahl an besonderen Tipps wählen. Wie zum Beispiel wo und wann das Bio -Heumilchbrot der Bäckerei Obauer aus St. Gilgen verkauft wird.
Erhältlich ist dieser Folder und eine Karte über alle Verkaufsstellen der Bio-Heu-Region bei BIO AUSTRIA -Salzburg unter
Tel. 0 662 / 87 05 71 / 313, salzburg@bio-austria.at
Prickelndes Heu
Rechtzeitig zum 10 Jahres Jubiläum der Bio-Heu-Region Trumer Seenland- Mattigtal, Mondseeland gibt es den ersten Bio-Heusekt – ein Vorgeschmack auf warme Sommertage auf dem Land.
»Goldgelb glänzend, blitzblank, sehr stark moussierend, im Mundgefühl weich und angenehm, sehr aromatisch, im Antrunk zartbitter, erfrischende Wirkung«, so beschreibt der Fruchtsaftmeister und Brauer Michael Stadler aus dem bayerischen Piding seine neueste Kreation. Überrascht war der erfahrene Braumeister von dem intensiven Heu-Aroma: „Da sieht man wie viel Energie drin steckt“. Denn Künstliches ist in allen 400 verschiedenen Säften, Weine, Spirituosen seiner Spezialitätenkelterei tabu. Im Radio hat er vor einem Jahr vom Regionalentwicklungsprojekt Bio-Heu-Region gehört. Und da ihm neben der Obstverarbeitung im eigenen Familienbetrieb und im Rahmen von Selbsthilfeprojekten in Afrika auch die heimische Regionalentwicklung am Herzen liegt hat er Neues versucht, zuerst Heu-Zitronenlimonade und dann Heusekt. Ein Zeichen wolle er setzen für die Heuwirtschaft, so Stadler, denn in seiner Nachbarschaft ist diese längst der Rationalisierung zum Opfer gefallen, dort werden bis zu sieben Schnitte gemäht, da blüht natürlich keine Blume oder summt keine Biene mehr. Und als kleiner Wirtschaftsbetrieb fühlt er sich einer Bauernorganisation wie die der Heumacher verwandt- auch über die Staatsgrenze hinweg. In ihnen hat er die idealen Partner gefunden. Denn die Bio-Bauern dort sind für Neues offen- wie auch schon eine Vielfalt an Projekten und Produktinnovationen der vergangenen zehn Jahre zeigt. Die Heulimonade, wie auch in Zukunft der Sekt wird nicht nur in den Hofläden der Bio-Heuregion vermarktet, sondern beispielsweise auch schon in Berliner In-Beisln. Die Nachfrage ist stark steigend. Für Obmann Franz Keil ist die Produktion des Heusektes nicht so sehr wegen des verbrauchten Rohstoffes interessant, der ist zwar vom ersten Schnitt auf ausgesuchten Flächen aber die benötigten Mengen sind nicht groß. Vielmehr sind die einzigartigen Getränke eine Möglichkeit auf die Vorteile und den Nutzen einer biologischen Wirtschaftsweise und der Heuwirtschaft aufmerksam zu machen. Denn Sie tragen wesentlich zur Erhaltung einer Erholungslandschaft und kleinstrukturierten Landwirtschaft mit der die Artenvielfalt fördernden Betriebskreisläufe bei.
Heumilch hat besondere Qualität
Heumilch gilt auf Grund der wertvollen Aromastoffe als begehrte Trinkmilch. Der große Vorzug dieser Silage frei erzeugten Milch kommt aber in der Weiterverarbeitung zu Käse besonders zum Tragen. Diese Rohmilchkäse haben ein sehr ausgeprägtes Aroma, sind lactosefrei und ohne Zusatzstoffe und Konservierungsmittel hergestellt.
Im österreichischen »Heumilchregulativ«, verpflichten sich die Heumilchbauern zur Einhaltung des hohen Standards im Bereich Fütterung.
Die Basis für die Heu-Milchproduktion ist die Weidehaltung, Alpung und das Eingrasen für die Sommerfütterung. Für die Winterfütterung sollte bestes Belüftungsheu angeboten werden. Kraftfutter wird nur als Ergänzung eingesetzt. Gemeinsames Erkennungszeichen für alle Heumilchprodukte ist das »AMA Gütesiegel« in Kombination mit dem »Heumilchlogo«.
Bio-Heumilch erfordert zusätzlich die Einhaltung der EU-Bioverordnung 834/2007. Die ARGE-Heumilch Österreich ist ein Zusammenschluss von über 8.000 Heumilchbauern, sowie 60 Verarbeitern und Vermarktern von Heumilch/Heumilchkäse. Ziel ist die Erhaltung einzigartiger Heumilchproduktion in den Grünlandregionen Westösterreichs.
Eines dieser besonderen Heumilchgebiete Europas liegt in der Bio-Heu-Region Trumer Seenland, Mattigtal, Mondseeland, eingebettet in den herrlichen Badeseen. Der Anteil der Heumilch in Österreich beträgt rund 400 Mio. kg oder 15 % der Milch in Österreich, davon ca. 120 Mio. kg Bio-Heumilch, in der EU gibt es nur mehr ca. 3 % Heumilch.
Weidewirtschaft und Eingrasen in Kombination mit Heuernte gewährleisten eine über das ganze Jahr wechselnde Nutzung der Grünlandflächen. Dadurch ergeben sich große Vorteile im Bereich Pflanzenvielfalt und Biodiversität, was nicht zuletzt auch dem Tourismus zugute kommt. www.heumilch.at













